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In unserem Archiv finden Sie weitere wertvolle Tipps rund um Ihrer Gesundheit

Guter Rat von Ihrer Apotheke

Welche Lebensmittel beeinflussen Medikamente?

Grapefruit ist hier zu nennen, denn die Zitrusfrucht enthält Naringenin, eine Substanz, die eine hemmende Wirkung auf abbauende Enzyme hat und somit die Wirkung von Medikamenten stark beeinflussen kann. Betroffen sind z. B. Herz-, Krebs- und Asthma-Medikamente sowie Antidepressiva. Milch kann hingegen die Wirkung einiger Antibiotika schwächen. Patienten sollten daher unbedingt mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen, ob ihr verschriebenes Antibiotikum davon betroffen ist. Das in Milch enthaltene Kalzium kann darüber hinaus verhindern, dass Bisphosphate (in Medikamenten, die gegen Osteoporose helfen) ihre Wirkung voll entfalten. Antazida (Arzneimittel gegen Sodbrennen) sollten nie zusammen mit Limonade oder Obstsaft eingenommen werden, da sie Citrate enthalten und dadurch die Aluminiumkonzentration im Blut gefährlich ansteigen kann.

Dr. Iris Kainz, Alphega Apothekerin aus Augsburg

 

Wie messe ich am besten Fieber?

Beim Fiebermessen sollten Sie beachten, dass die Temperatur nicht in
allen Körperregionen gleich ist. Auf der Haut und in den Extremitäten
wie z.B. den Armen ist sie etwas niedriger als im Körperinneren,
daher eignen sich die Achselhöhlen nicht zum Fiebermessen.
Am genauesten ist die Temperaturmessung im Anus. Wer diese
Methode jedoch als unangenehm empfindet, kann das Fieberthermometer
auch im Mund unter der Zunge platzieren (und
danach die Lippen fest geschlossen halten), dadurch gewinnt man
ebenfalls aussagekräftige Ergebnisse. Wer ein Infrarot-Fieberthermometer
besitzt, kann die Temperatur im Ohr, genauer gesagt
im Trommelfell, sehr genau messen. Beachten Sie außerdem, dass
die Körpertemperatur im Laufe des Tages schwankt, abends ist sie am
höchsten und morgens am niedrigsten.

Tatjana Zambo, Alphega Apothekerin aus Gaggenau

 

Sind pflanzliche Schlafmittel unbedenklich?

Baldrian ist bei leichten Schlafproblemen empfehlenswert. Im Gegensatz zu medikamentösen Schlafmitteln macht ein Baldrian-Präparat nicht süchtig und verursacht am nächsten Tag keine Tagesmüdigkeit. Es sollte allerdings ausreichend dosiert sein mit 600 mg Extrakt pro Tag. Als Extraktionsmittel sollte bei dem Präparat Alkohol verwendet worden sein. Außerdem ist zu beachten, dass seine volle Wirkung erst nach einigen Tagen (bis zu zwei Wochen) einsetzt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, sollte gewährleistet sein, dass das Baldrianpräparat nicht deren Wirkung beeinflusst und in Kombination dazu gut vertragen wird. Lassen Sie sich hierzu unbedingt von Ihrem Apotheker beraten. Wenn die Schlafstörungen länger als vier Wochen andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um organische Ursachen wie eine Schlafapnoe auszuschließen.

Rainer Kuschel, Alphega Apotheker aus Hildesheim

 

Was bedeutet es, Tabletten nüchtern einzunehmen?

Wenn Sie ein Medikament auf nüchternen Magen einnehmen sollen, müssen Sie die Tablette oder Kapsel spätestens eine Stunde vor einer Mahlzeit schlucken. Das genaue Befolgen der nüchternen Einnahme ist wichtig, denn auf leeren Magen wirken Medikamente schneller. Manche Tabletten haben zudem einen speziellen Überzug, der nur im leeren Magen stabil bleibt, so dass die Medikamente unbeschadet den Darm erreichen und von dort in die Blutbahn gelangen können. Am besten schlucken Sie Medikamente übrigens mit einem vollen Glas Leitungswasser hinunter. Manche Mineralwassersorten enthalten viel Kalzium, das die Aufnahme des Wirkstoffes stören kann. Ausreichend Flüssigkeit hilft, dass die Tabletten oder Kapseln nicht in der Speiseröhre kleben bleiben, und ermöglicht, dass sich der Wirkstoff schnell im Körper freisetzt.

Ihr Gerhard Bosch, Alphega Apotheker aus Regensburg

 

Was hilft gegen die Nebenwirkungen von Kortison?

Gewichtszunahme ist eine häufige Nebenwirkung des Medikaments. Dieser können Sie aber gut entgegensteuern. Wenn Sie bei der Ernährung darauf achten, täglich viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen, Fleisch nur zweimal pro Woche auf den Speiseplan zu setzen und selten zu Süßigkeiten zu greifen, ist das Risiko für eine Gewichtszunahme deutlich reduziert. Da der Körper bei einer Kortisonbehandlung wenig Salz ausscheidet, sollten Sie sich möglichst salzarm ernähren. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist ebenfalls wichtig. Dadurch kann der Körper Vitamin D bilden, und wenn Sie zusätzlich auf eine ausreichende Kalzium-Zufuhr achten (der Mineralstoff ist etwa in Käse, Milch und Brokkoli enthalten), stärken Sie Ihre Knochen gut und beugen Osteoporose vor – einer weiteren Nebenwirkung von Kortison.

Ihr Robert Dollinger, Alphega Apotheker aus Lisberg

 

Probleme beim Tablettenschlucken – was hilft?

Nicht wenigen Patienten bereitet das Schlucken von größeren Tabletten oder Kapseln Schwierigkeiten. Empfehlenswert ist, bereits vor der Einnahme einen Schluck Wasser zu trinken, um die Schleimhaut gut zu befeuchten. Anschließend die Tablette so weit wie möglich nach hinten auf die Zunge legen und mit einem kräftigen Schluck Wasser herunterspülen. Den Kopf dabei leicht nach hinten neigen. Ihr Oberkörper muss immer aufgerichtet sein, Medikamente sollten Sie niemals im Liegen einnehmen. Nach dem Herunterschlucken ist es ratsam, noch mal einen größeren Schluck Wasser zu trinken, so löst sich das Medikament noch besser auf. Tabletten dürfen auf keinen Fall zerkleinert werden, um sie besser runterschlucken zu können. Das kann ihre Wirksamkeit und Arzneimittelsicherheit gefährlich beeinträchtigen.

Ihre Amina Wasfy-Pankonin, Alphega Apothekerin aus Hamburg

 

Woran erkenne ich eine Hausstaubmilbenallergie?

Wenn nach dem Aufstehen die Nase oft verstopft ist und kribbelt, die Augen manchmal jucken und tränen, sind dies die typischen Symptome einer Hausstaubmilbenallergie. Betroffene reagieren nicht auf die Milben an sich, sondern auf deren Kot, der im normalen Staub enthalten ist. Die winzigen Spinnentiere ernähren sich vor allem von den Hautschuppen eines Menschen. Dieser verliert jeden Tag 2–4 Gramm Hautschuppen, meistens auf die Matratze des Bettes, aber auch auf Polstermöbel und Teppiche. Allergiker sollten regelmäßig das Schlafzimmer reinigen und das Bett frisch beziehen, Teppiche und das Sofa absaugen und die Räume täglich lüften. Spezielle Zwischenbezüge (Encasing) halten den Milbenkot in der Matratze fest, damit er sich nicht im Raum verteilen kann, und verhindern zudem, dass Milben an die Hautschuppen gelangen.

Ihre Iris Reichelt, Alphega Apothekerin aus Tessin

 

Verstauchung des Knöchels – was tun?

Bei einer Verstauchung werden Gelenkkapsel, Muskeln und Bänder überdehnt und oft auch Blutgefäße verletzt. Der Fuß schmerzt stark und schwillt an. Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme ist die „PECH-Regel“: Pausieren, Eis, Compression und Hochlagern. Konkret bedeutet das, den schmerzenden Fuß erst mal nicht zu bewegen, ein Cool-Pack (in Ihrer Alphega Apotheke erhältlich) in ein Handtuch einzuwickeln und auf die geschwollene Hautstelle zu legen. Nach zehn Minuten das Cool-Pack unbedingt wieder entfernen, sonst droht eine Verkühlung, einen Druckverband um den Knöchel wickeln und den Fuß hochlagern. Sie sollten außerdem umgehend einen Arzt aufsuchen, der die Verletzung untersucht. Nur dieser kann abklären, ob es sich tatsächlich um eine Verstauchung des Knöchels oder gar um einen Bänderriss handelt.

Ihre Karen-Franziska Geiler, Alphega Apothekerin aus Korbach

 

Wie kann ich eine Migräne lindern?

Schon bei den ersten Anzeichen von Migräne ist es ratsam, ein Schmerzmittel einzunehmen, dadurch lässt sich in manchen Fällen ein Anfall verhindern. Bei einer leichten bis mittelschweren Migräne helfen die Wirkstoffe Paracetamol oder Ibuprofen, bei einer schweren Form sind Triptane empfehlenswert, die die erweiterten Blutgefäße in der Hirnhaut verengen und die Weiterleitung der Schmerzsignale unterbinden. Betroffene sollten sich zudem in einen abgedunkelten Raum zurückzuziehen und sich hinlegen. Schlaf lindert oft die Beschwerden. Um einer Migräne vorzubeugen, sollten Patienten Triggerfaktoren meiden, die den Kopfschmerz auslösen. Ein spezielles Tagebuch hilft, diese Migräne-Auslöser zu erkennen. Stress gehört zu den Hauptursachen, Entspannungsübungen helfen, Kopfschmerzen zu verhindern.

Ihr Christian Bauer, Alphega Apotheker aus Burglengenfeld

 

Wozu braucht man einen Zungenreiniger?

Auf der rauen Oberfläche der Zunge, insbesondere auf dem hinteren Drittel, tummeln sich viele Bakterien, die auch nach gründlichem Zähneputzen die Zähne wieder angreifen können. Karies und Zahnfleischentzündungen werden dadurch begünstigt. Außerdem können sich auf der Zunge winzige Essensreste festsetzen, die sich mit Bakterien verbinden und einen schlechten Atem verursachen. Mit dem Zungenreiniger kann man sie größtenteils entfernen. Man gibt etwas Zahnpasta auf den Zungenschaber, setzt ihn hinten an der Zunge an und schabt langsam und vorsichtig nach vorne. Die Reinigung sollte unbedingt sanft geschehen, da sonst die Zungenoberfläche verletzt werden kann. Am besten zweimal täglich nach dem Zähneputzen anwenden.

Ihre Karen-Franziska Geißler, Alphega Apothekerin aus Korbach

 

Was hilft gegen Wadenkrämpfe?

Sie treten meist nachts oder in den frühen Morgenstunden plötzlich auf und sind sehr schmerzhaft. Der Muskel zieht sich zusammen, wird hart und bleibt für einige Sekunden fest. Die häufigste Ursache für Wadenkrämpfe ist ein Magnesiummangel. Der Mineralstoff kann elektrischen Strom im Körper leiten und ist somit für die Steuerung von Nerven und Muskeln wichtig. Für Erwachsene liegt die täglich empfohlene Menge bei 300 mg. Neben Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Nüssen, Haferflocken und Bananen sind auch Nahrungsergänzungsmittel gute Quellen für Magnesium (in Ihrer Alphega Apotheke erhältlich). Sie können vom Körper schnell aufgenommen und verwertet werden. Damit lässt sich der Magnesiumhaushalt rasch wieder normalisieren – und Wadenkrämpfen gut vorbeugen.

Ihre Ingrid Hofmann, Alphega Apothekerin aus Creußen

 

Was hilft gegen übermäßiges Schwitzen?

Wer stark schwitzt, hat überaktive Schweißdrüsen, die permanent zu viel Schweiß produzieren. Meist ist starkes Schwitzen harmlos, manchmal kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Dies kann nur ein Arzt abklären. Der unangenehme Geruch entsteht nicht durch den Schweiß, sondern durch Bakterien, die sich auf der Haut befinden und den Schweiß zersetzen. Um den Schweißgeruch zu beseitigen, sollten Sie zu einem Deo greifen, das Baumwollextrakte enthält. Diese binden den Schweiß auf der Hautoberfläche. Antitranspirantien hemmen gar die Schweißproduktion, sie enthalten allerdings Aluminiumsalze, die im Verdacht stehen, die Entstehung von Brustkrebs zu fördern. Auch eine regelmäßige Rasur der Achselhaare kann den Schweißgeruch reduzieren.

Ihr Oliver Wessel, Alphega Apotheker aus Köln

 

Was hilft gegen eine Nagelbettentzündung?

Wenn sich die Haut unter oder um den Nagel entzündet, spricht man von einer Nagelbettentzündung. Als Folge davon entstehen Rötung, Juckreiz oder Schmerzen. Um die Beschwerden zu lindern, sollten die betroffenen Finger oder Zehen mehrmals täglich in warmem Wasser gebadet werden. Hilfreich sind entzündungshemmende Badezusätze wie Kamille. Nach dem Bad sollten Sie Nagel und Nagelhaut vorsichtig trocken tupfen und anschließend eine desinfizierende Salbe auftragen. Eiternde Stellen können auch mit einem Antiphlogistikum behandelt werden, das als Tinktur oder Salbe erhältlich ist, und Entzündungen hemmt. Klingt die Infektion nicht innerhalb von drei Tagen ab oder werden die Schmerzen stärker, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ihre Gisela Felder, Alphega Apothekerin aus Hagen

 

Mein Kind hat Neurodermitis – was muss ich bei seiner Hautpflege beachten?

Die richtige Hautpflege ist sehr wichtig, dadurch können Sie Krankheitsschübe vermeiden und Ihrem Kind sogar Medikamente ersparen. Benutzen Sie zum Waschen nur pH-neutrale, rückfettende Waschlotionen, die frei von Konservierungs- und Parfümstoffen sind. Da bei Neurodermitis das Wasserbindungsvermögen der Haut gestört ist, sollten Sie Ihr Kind bis zu zweimal täglich am gesamten Körper eincremen, empfehlenswert ist eine Wasser-in-Öl-Emulsion, die frei von Kortison ist. Ist die Haut chronisch entzündet und sehr trocken, muss der Fettanteil in der Creme höher sein. Produkte mit Harnstoff lindern zwar auch den Juckreiz, werden von Säuglingen und Kleinkindern jedoch oft nicht gut vertragen, weil Harnstoff auf der Haut brennen kann.

Ihr Robert Dollinger, Alphega Apotheker aus Lisberg

 

Was hilft bei Zungenbrennen?

Es ist oft nicht einfach, die Ursachen für eine brennende Zunge herauszufinden. Ratsam ist, dass Sie zunächst Ihren Zahnarzt aufsuchen. Er wird untersuchen, ob Reize im Mundraum, wie etwa scharfe Zahnkanten, Zahnstein oder überstehende Füllungs- oder Kronenränder, die Beschwerden verursachen. Eine entzündete Mundschleimhaut kann ebenfalls der Grund sein. Wird der Zahnarzt nicht fündig, sollten Sie sich von einem Allergologen untersuchen lassen. Der Arzt kann überprüfen, ob Sie eine Kontaktallergie haben, etwa gegen Inhaltsstoffe der Zahnpasta oder Zahnfüllungsmaterialien. Wird keine Ursache gefunden, können Sie die Beschwerden mit Pantothensäure, Dexpanthenol-Lutschtabletten, Salbei, Kamille oder Myrrhe lindern.

Ihr Timo Henkel, Alphega Apotheker aus Homberg

 

Wie lassen sich Gichtanfälle am besten vermeiden?

Gicht zählt zu den rheumatischen Erkrankungen: Dabei führt ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut zu Gelenkentzündungen, etwa im großen Zeh, am Knie oder in den Fingern. Medikamente können bei einem akuten Gichtanfall helfen, mittelfristig empfiehlt sich jedoch, Übergewicht zu reduzieren, sich mehr zu bewegen und die Ernährung auf mehr Obst und Gemüse umzustellen. Dabei müssen Betroffene darauf achten, die Aufnahme von Purinen, die im Körper zu Harnsäure verstoffwechselt werden, zu verringern. Diese verbergen sich nicht nur in Innereien und Fleisch, sondern etwa auch in Spargel.

Ihre Amina Wasfy-Pankonin, Alphega Apothekerin aus Hamburg

 

Mein Baby bekommt Zähne. Was hilft jetzt gegen die Schmerzen?

Das Zahnen ist keine Krankheit, kann aber sehr schmerzhaft sein. Unterstützen Sie Ihr Kind in dieser Phase, indem Sie ihm etwas zu kauen geben, einen hölzernen Beißring oder ein gekühltes Stück Karotte. Lindernd wirken kann eine Essenz aus Vanille, die leicht in das Zahnfleisch massiert wird. Ist das Baby sehr unruhig, können homöopathische Kügelchen („Globuli“), etwa mit Kamille, helfen. Lassen Sie sich bei der Wahl des richtigen Mittels in Ihrer Apotheke oder von einem Homöopathen beraten.

Ihre Tatjana Zambo, Alphega Apothekerin aus Gaggenau

 

Wie kommt es zu Haarausfall und was kann ich dagegen tun?

Haare stehen für Vitalität – fallen sie aus, leidet häufig auch das Selbstwertgefühl. Am verbreitetsten ist der hormonell-erbliche Haarausfall, der bei Männern schon früh zu einer Glatze führen kann und auch bei Frauen vorkommt, etwa nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Phytohormone, Heilpflanzentinkturen, zum Beispiel aus Rosmarin, und eine Ernährungsumstellung sowie Entsäuerung des Körpers sollen dann zumindest vor weiterem Verlust bewahren. Falsche Pflege wie zu heißes Föhnen, aber auch Eisenmangel oder Stress können ebenfalls der Grund dafür sein, dass wir mehr als hundert Haare am Tag einbüßen. Sind Sie unsicher, lassen Sie einen Hautarzt die Ursache abklären.

Ihre Isabella Mors, Alphega Apothekerin aus Bad Sooden-Allendorf

 

Mein kleiner Sohn reibt sich ständig am Ohr – was kann ich tun?

Mein kleiner Sohn reibt sich ständig am Ohr – was kann ich tun?Wenn Ihr Kind sich häufig die Ohren oder Wangen reibt, kann dies ein Zeichen für Ohrenschmerzen sein. Gerade bei Kleinkindern ist dafür häufig eine Mittelohrentzündung verantwortlich. Grund: Da die Ohrtube bei ihnen noch vergleichsweise kurz ist, können Krankheitserreger aus Nase und Rachen leichter ins Ohr aufsteigen. Lassen Sie Ihr Kind vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersuchen. Mithilfe eines Ohrspiegels erkennt er, ob der Gehörgang oder das Trommelfell entzündet ist, und kann dies entsprechend behandeln. Wichtig ist auch, dass Sie die Ohren Ihres Kindes nur im äußeren Bereich reinigen. Verwenden Sie zudem keine Wattestäbchen, um den Gehörgang zu säubern. 

Ihr Oliver Wessel, Alphega Apotheker aus Köln

 

Ist Colitis ulcerosa heilbar?

Bei dieser Autoimmunkrankheit entzündet sich der End-, manchmal auch der Dickdarm. Sie ist chronisch und verläuft in Schüben, zwischen denen beschwerdefreie Phasen liegen. Vollständige Heilung aber ist schwierig, da die Ursachen noch nicht wirklich verstanden sind. Zu den Symptomen gehören krampfartige Bauchschmerzen, blutige Durchfälle und Gewichtsverlust. Entzündungshemmende Medikamente können lindernd wirken, ebenso Präparate mit Darmbakterien oder Weihrauch. Bei stärkeren Beschwerden kann die Einnahme von Kortison notwendig sein, in selteneren Fällen eine Operation. Ganzheitlich orientierte Kliniken gehen davon aus, dass auch psychische Faktoren zu den Auslösern gehören können, und setzen zusätzlich Psychotherapie ein.

Ihr Matthias Sperlich, Alphega Apotheker aus Berlin

 

Was hilft bei Wadenkrämpfen?

Die häufigste Ursache für die Wadenschmerzen ist ein Magnesiummangel. Der Mineralstoff ist für die Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln verantwortlich, bei einem Mangel entspannen sich die Muskel nicht mehr richtig und Krämpfe entstehen. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 300 mg. Gute Magnesiumlieferanten sind Reis, Steinbutt, Vollkornbrot und Orangen, aber auch Nahrungsergänzungsmittel können den Bedarf decken. Akute Beschwerden können zudem durch ein sanftes Massieren oder Dehnen des verkrampften Unterschenkels schnell gelindert werden. 

Ihre Daniela Offer, Alphega Apotherein aus Hildesheim

 

Wie bemerke ich einen Eisenmangel?

Das Spurenelement Eisen ist notwendig für die Bildung des Blutfarbstoffes Hämoglobin und den Sauerstofftransport im Körper. Da Eisen im Körper gespeichert wird, zeigt sich ein Mangel meist dann, wenn sich die Reserven leeren. Anzeichen dafür sind Müdigkeit, nachlassende Konzentration, Blässe und Infektanfälligkeit. Vor allem Schwangere und Kinder haben einen höheren Eisenbedarf. Einen Mangel kann der Arzt am Blutbild feststellen. Gute Eisenlieferanten sind Innereien, Hirse, Eier. Der Bedarf kann auch durch Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke gedeckt werden.

Ihr Oliver Wessel, Alphega Apotheker aus Köln

 


Stirnhöhlenentzündung – was hilft dagegen?

Sehr wichtig bei einer Stirnhöhlenentzündung ist es, viel zu trinken, möglichst zwei Liter am Tag. Dadurch wird der Schleim verflüssigt und sein Abtransport erleichtert. Hilfreich sind außerdem Dampfbäder mit Kamillenblüten (gibt es in Ihrer Alphega Apotheke). Damit die Wirkstoffe möglichst tief in die Atemwege gelangen können, ist es ratsam, vorher abschwellende Nasentropfen einzunehmen. Diese sollten aber nicht als Dauertherapie eingesetzt werden, da sie die Schleimhäute zu sehr austrocknen. Ruhe und Wärme lindern die Symptome ebenfalls. Nach Absprache mit dem Arzt können auch kortisonhaltige Nasensprays oder Antibiotika notwendig sein.

Ihre Birgit Kleine-Natrop, Alphega Apothekerin aus Dresden

 




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