Richtig einkaufen

Gesund einkaufen und richtig lagern 


Sich im stressigen Alltag gesund zu ernähren, kann eine Herausforderung sein. Es ist aber gar nicht so schwer, langfristig gesund zu essen, ohne dabei sieben Tage pro Woche mit Kochen zu verbringen.  
Egal, wie genau Sie sich ernähren (Paleo, vegan, Low-Carb …), bei gesunder Ernährung ist es besonders wichtig, auf frische und wenig verarbeitete Zutaten zu achten. So lässt sich viel besser als mit Fertigprodukten kontrollieren, wie viel Salz, Zucker und andere in Übermaßen ungesunde Dinge im Abendessen stecken. Das bedeutet natürlich auch, dass man selbst kocht – und dementsprechend viele frische Zutaten einkauft.

Im Voraus planen

Wer bisher nicht häufig gekocht hat, macht vielleicht den Fehler, viel zu viel auf einmal einzukaufen und stellt dann nach wenigen Tagen fest, dass die Lebensmittel nicht mehr genießbar sind. Daher sollten Sie bereits vor dem Einkauf überlegen, was Sie in den nächsten Tagen essen möchten und nur so viel einkaufen, wie Sie auch wirklich brauchen. Zur besseren Planung bietet sich vielleicht eine Rezepte-Suche im Internet an. Es lohnt sich übrigens auch, für nur eine Person zu kochen. Denn auch wenn die meisten Gerichte immer mehr als eine Portion ergeben, so lässt sich der Rest einfach einfrieren oder kurzfristig (ein bis zwei Tage) gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Das erspart einiges an Zeit, da man nicht jeden Tag kochen muss und die vorgekochten Gerichte beispielsweise auf der Arbeit aufwärmen kann. So vermeidet man, allzu häufig auf Fertiggerichte oder Kantinenessen angewiesen zu sein.

Welches Fach für welches Essen?

Aber auch wenn Sie nicht für eine ganze Woche vorkochen, haben Sie vermutlich nicht die Zeit, um jeden Tag frische Zutaten zu kaufen. Sie sollten sich also überlegen, welche Dinge Sie wie einlagern können.
Rohes Fleisch und roher Fisch sollten Sie immer schnellstmöglich verzehren und bis dahin im kältesten Fach des Kühlschranks (direkt über dem Gemüsefach) lagern. Milchprodukte wie Joghurt oder Quark sollten Sie ebenfalls schnell verzehren. Davor kommen Milchprodukte ins mittlere Fach des Kühlschranks. Käse ist ein wenig haltbarer und kann daher zusammen mit bereits zubereiteten und gut verschlossenen Gerichten kurzfristig im obersten, wärmsten Fach des Kühlschranks untergebracht werden. Bereits angebrochene Packungen sollten Sie jedoch eher zusammen mit Fleisch und Fisch weiter unten verstauen.
Die warme Kühlschranktür eignet sich, für Eier, Butter, Milch, Saucen und Dressings, Tuben, Marmelade und Getränke.

Lagerung im Kühlschrank

Kommt die Gurke in den Kühlschrank?

Gemüse fühlt sich in den meisten Fällen in dem nach ihm benannten Gemüsefach, ganz unten, wohl. Es gibt allerdings einige Ausnahmen. Sehr wasserhaltiges Gemüse wie Salatgurken lagern Sie idealerweise an einem kalten, aber nicht zu kalten Ort, da diese unter vier Grad Celsius schnell gefrieren und nach dem Auftauen ungenießbar sind. Zucchini mögen es ebenfalls nicht zu kalt, sondern lieber kühl und schattig. Falls Sie keinen schattigen Ort haben, der etwa zehn Grad Celsius kühl ist, ist das Gemüsefach aber in der Regel trotzdem die bessere Alternative zur Raumtemperatur, da es im Vergleich zu den oberen Fächern noch relativ warm ist.

Kartoffeln richtig aufbewahren

Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch kommen in den Keller – vorausgesetzt, dieser ist kühl, trocken und dunkel genug. Denn im Hellen keimen diese Gemüsesorten, während sie bei zu hohen Temperaturen austrocknen und bei zu hoher Feuchtigkeit verschimmeln bzw. faulen können. (Unansehnlich schrumpelige Kartoffeln können Sie im Gegensatz zu den gekeimten oder fauligen Exemplaren allerdings immer noch großzügig schälen und essen.) Haben Sie keinen geeigneten Keller, können Sie vielleicht einen Küchenschrank, der sich nicht direkt am Herd befindet, zum Lager für all das machen, was trocken und kühl gelagert werden sollte, also zum Beispiel Dinge wie Haferflocken, Reis, Linsen, Nudeln, Kaffee oder Zucker.
Äpfel können ins Gemüsefach, Sie sollten diese aber lieber getrennt von anderem Obst und Gemüse aufbewahren, da Äpfel beim Nachreifen den Stoff Ethylen freisetzen. Ethylen sorgt dafür, dass anderes Obst und Gemüse schneller verdirbt. Auch Birnen, Pflaumen und Tomaten produzieren Ethylen, hier sollten Sie also ebenfalls bei der gemeinsamen Lagerung aufpassen. Tomaten halten sich ohnehin außerhalb des Kühlschranks länger und bewahren bei Zimmertemperatur besser ihr Aroma.

Südfrüchte

Südfrüchte mögen es warm

Exotische Früchte wie Papayas und Bananen sowie Zitrusfrüchte gehören ebenfalls nicht in den Kühlschrank und halten sich besser bei Zimmertemperatur. Die Ausnahme bilden Feigen, reife Kiwis und angeschnittene Früchte. Ein Tipp: Wer reife Bananen übrig hat, kann diese auch in Scheiben schneiden und luftdicht in Plastiktüten verpackt einfrieren, um dann beim Auftauen „Nicecream“, eine obstbasierte Eiskrem-Alternative, daraus zu machen. Die Basis-Nicecream herzustellen geht ganz schnell: gefrorene Bananenscheiben ein paar Minuten antauen lassen, pürieren, fertig.

 

Referenzen:
https://www.essen-und-trinken.de/gesund-leben/80950-rtkl-kuehl-trocken-oder-dunkel-lebensmittel-richtig-lagern
https://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittel-richtig-lagern-645.html
https://deutsches-obst-und-gemuese.de/tipps-zur-lagerung-von-obst-und-gemuse/
https://www.zugutfuerdietonne.de/was-kannst-du-dagegen-tun/besser-lagern/im-kuehlschrank/
https://www.meine-ernte.de/gemuese-abc/zucchini/