Das Herz

 

Unser Herz ist, neben dem Gehirn, die zweite wichtige Machtzentrale im Körper.
Das menschliche Herz ist ein faustgroßes Organ, das bei einem Erwachsenen etwa 300 Gramm wiegt. Es sitzt in der Mitte des Brustkorbs, liegt dort aber leicht schräg und berührt somit die linke Seite der Brust. Eine muskulöse Scheidewand teilt das Organ in zwei Pumpsysteme auf: Das linke und rechte Herz, das jeweils aus einem Vorhof (Atrium genannt) und einer Herzkammer (Ventrikel genannt) besteht – beide sind bei einem gesunden Menschen perfekt aufeinander abgestimmt. Nicht zu Unrecht wird das Herz als „Motor“ unseres Körpers bezeichnet, denn es besitzt ein elektrisches Reizbildungssystem, das man sich wie die Zündung beim Auto vorstellen kann und das den Herzschlag auslöst. Dieses System besteht aus einer Ansammlung spezieller Zellen (Sinusknoten im Fachjargon), die sich in der Wand des rechten Vorhofs des Herzens befinden. Der Sinusknoten löst den Herzschlag aus. Er erzeugt einen elektrischen Strom, der über die Vorhofmuskulatur zum AV-Knoten gelangt, dieser ist sozusagen die zweite Stromerregungsstelle. Er leitet die elektrischen Reize an die Herzkammern weiter, sodass diese sich kontrahieren. Im Ruhezustand zieht sich das Herz pro Minute etwa 60- bis 70-mal zusammen (sogenannte Systole), dadurch wird das Blut aus dem Herzen in die Blutgefäße gepresst. Anschließend entspannt sich der Herzmuskel wieder (sogenannte Diastole).
 

Wann schlägt das Herz schneller?

Beim Sport oder bei Stress kann sich der Herzschlag auf bis zu 180 Schläge erhöhen. Wie schnell das Herz schlägt, wird vom autonomen (nicht willentlich beeinflussbaren) Nervensystem und von Hormonen (vor allem Adrenalin und Noradrenalin) kontrolliert. Werden solche Stresshormone vermehrt ausgeschüttet, ziehen sich die Herzkammern bei jedem Herzschlag stärker zusammen. Das  Herz schlägt schneller und pocht. Schlägt es jedoch ohne erkennbaren Grund deutlich rasanter (mehr als 100 Schläge pro Minute), bezeichnen Ärzte dies als Tachykardie, ist es auffällig langsamer, handelt es sich um eine Bradykardie. Beides sollte auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden. Mit jedem Herzschlag pumpt das Organ etwa 70 Milliliter Blut in die Hauptschlagader (Aorta) und somit ins Blutgefäßsystem. Es erzeugt dabei einen so großen Druck, dass das Blut direkt aus dem Körper bis zu zehn Meter hoch spritzen könnte.
 



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